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    • Pop-Quiz: Wie hoch ist Ihr Patientenzentrierungs-IQ?


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      Veröffentlicht am 13. Juli 2017, 3:41 a. m.

      Welche Probleme hindern Patienten an einer Studienteilnahme? Inwieweit sind sie für die Teilnahme an einer Studie bereit zu reisen und wie viel eher sind sie zur Teilnahme bereit, wenn ihr Hausarzt über die Studienteilnahme informiert wird?Quiz zur Patientenzentrierung

      Wir haben 135 Personen, die sich mit der Speicherung ihrer Daten in der LabCorp-Datenbank einverstanden erklärt haben, um mehr Informationen über klinische Studien von Covance zu erhalten, unter anderem diese Fragen gestellt. Über 2,5 Personen haben an der Umfrage teilgenommen. Dadurch hat unser Team einzigartige Einblicke in die Mentalität von Patienten und ein besseres Verständnis für die Entwicklung effektiverer Anwerbungsstrategien erhalten.

      Anschließend erstellten wir eine kurze Befragung, um herauszufinden, ob unsere Kollegen aus der Wirkstoffentwicklungsbranche über die kombinierten Antworten aus der Umfrage Mutmaßungen anstellen konnten. Alle Besucher unseres Standes während des jährlichen Treffens der Drug Information Association (DIA) 2017 hatten die Gelegenheit zur Teilnahme an der Befragung.

      Die Umfrage wurde an Teilnehmer, die sich über LabCorp angemeldet hatten, verschickt und umfasste ein breites Themenspektrum. Fünf Fragen standen jedoch im Mittelpunkt unseres Quiz für Industriepartner. Folgende Fragen mit mehreren vorgegebenen Antwortmöglichkeiten wurden gestellt:

      1. Welches ist der WESENTLICHE Aspekt, der Patienten von der Teilnahme an klinischen Studien abhält?
      2. Welche MAXIMALE Entfernung würde ein potenzieller Teilnehmer im Durchschnitt für die Anreise zu einer Studie bereit sein zurückzulegen?
      3. Wie hoch ist der Prozentsatz potenzieller Studienteilnehmer, die eine klinische Studie mit einer Fachkraft in diesem Gebiet aktiv untersucht und/oder besprochen, aber letztendlich nicht daran teilgenommen haben?
      4. Wie hoch ist der Prozentsatz potenzieller Studienteilnehmer, die DEUTLICH EHER zur Teilnahme bereit sind, wenn sie wissen, dass ihr Arzt über die Studienteilnahme informiert ist?
      5. Wie hoch ist der Prozentsatz potenzieller Studienteilnehmer, die SEHR GERNE DAZU BEREIT sind, ein mobiles Gerät (Fitbit®, Uhr/tragbar) außerhalb der regulären Studienbesuche zu tragen, um das Studienerlebnis zu unterstützen?

      Und, wie haben sich unsere Branchenkollegen geschlagen? Trommelwirbel ... Von den beinahe 100 Standbesuchern, die an unserer Befragung teilgenommen haben, haben die meisten Teilnehmer eine oder zwei der fünf Fragen korrekt beantwortet. Für mich ging es dabei nicht so sehr um den Punktestand, sondern vielmehr um die grundlegende Botschaft dahinter: Unsere Branche muss die Wichtigkeit der Patientenorientierung mehr in den Vordergrund rücken. Berücksichtigen wir wirklich die Sichtweise der Patienten, wenn wir unsere Protokolle erstellen? Fragen wir uns, wie wir unsere gewünschten Studienendpunkte erzielen und was wir für den Patienten tun können, um ihm den Weg dahin zu erleichtern?

      Im Zuge des Quiz fand anschließend eine lebhafte Diskussion darüber statt, wie wir zu einem besseren Verständnis der Patientensicht gelangen, die im Zusammenhang mit der Teilnahme an klinischen Studien und den Auswirkungen auf alle Beteiligten steht. Einer meiner Kollegen berichtete, wie er einen Studienpartner gemeinsam mit seinem Team mithilfe von Patientenbefragungen unterstützte. Damit konnte eine Gruppe von Forschern gewonnen werden, die der Mitarbeit bei einer Studie zu seltenen Krankheiten äußerst zögerlich gegenüberstanden. Diese Studie ist aktuell noch am Laufen, doch konnte damit aus erster Hand dargelegt werden, inwieweit diese Daten einen direkten Einfluss auf die Optimierung einer Studie haben können.

      Ich denke, wir sind alle der Meinung, dass es ein entmutigendes und äußerst komplexes Unterfangen sein kann, den Patienten in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen. Dennoch sollte es sich dabei nicht um eine „nette Extra-Dienstleistung“ handeln, sondern um ein Muss für unsere gesamte Branche. In unserer sich immer schneller ändernden und gleichzeitig schrumpfenden Welt bietet sich den Pharmaunternehmen eine Möglichkeit, den Patienten in den Mittelpunkt aller Bemühungen bei der Wirkstoffentwicklung zu stellen. Also ich bin schon gespannt darauf, Covance hierbei zukünftig als treibende Kraft zu sehen.

      Möchten Sie Ihren Patientenzentrierungs-IQ testen? Beantworten Sie die gleichen fünf Fragen aus unserem Multiple-Choice-Quiz, die den Teilnehmern der DIA 2017 gestellt wurden, und finden Sie heraus, wie gut Sie in die Denkweisen potenzieller Studienteilnehmer eintauchen können.

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    Über Gabriela Feldberg

    Gabriela Feldberg ist Leiterin der Bereiche Machbarkeit, Anwerbung und Einstellung bei Covance.