Erzielung von Compliance mit E6: Analyse der Herausforderungen im Arbeitsablauf

Die meisten Sponsoren sind sich der kürzlich erfolgten Überarbeitung (R2) der ICH GCP E6, in der Empfehlungen für die Vereinheitlichung von Standards innerhalb der EU, Japan und den USA ausgesprochen werden, bewusst. Da die Anforderungen an Sponsoren in Bezug auf Überwachung und Risikomanagement definiert sind, müssen für eine erfolgreiche Einführung viele Faktoren bedacht werden.

In diesem Artikel werden die Herausforderungen erörtert, denen Sponsoren bei der Umsetzung dieser Empfehlungen gegenüberstehen. Außerdem werden Chancen für verbesserte Effizienzen im heutigen, komplexen Studienumfeld untersucht.

Thematsierung verschiedener Einführungsstufen

In Übereinstimmung mit der aktuellsten Revision müssen Sponsoren ein anpassungsfähiges Qualitätsmanagementsystem einsetzen und es wird von ihnen erwartet,dass sie die CROs überwachen. Angesichts verschiedener Tracking-Systeme, Lieferantenaufzeichnungen, CTMS und Überwachungsplattformen kann der Blick auf das große Ganze überwältigend und fehlerbehaftet sein. Weiterlesen

Target-Mediated Drug Disposition

„Affinität“ wird als „spontane oder natürliche Zuneigung oder Sympathie gegenüber jemandem oder Datenfür etwas“ bezeichnet. Das Konzept lässt sich ebenso für Biologics (große Moleküle) anwenden, bei deren Entwicklung wir behilflich sind. Wirkstoffe wie monoklonale Antikörper (mAb) oder bispezifische Antikörper sind optimale Wirkstoffkandidaten, weil sie eine hohe Affinität zur Zielsubstanz oder zum Standort haben. Durch die Vielfalt der Ziele, Sicherheitsprofile und Therapiefenster ist es wichtig, die Affinitätseigenschaften des Wirkungsortes zu verstehen und nachzuvollziehen, wie sich Phänomene auswirken, z. B. Target Mediated Drug Disposition (TMDD). Weiterlesen

Herausforderungen bei der Diagnose von NAFLD, NASH und Begleiterkrankungen in der pädiatrischen Zielgruppe

Nichtalkoholische Fettleber-Erkrankung (Nonalcoholic Fatty Liver Disease, NAFLD) ist die Ansammlung von Fetten oder Lipiden in der Leber NASH NAFLD Blogohne wesentliche Alkoholzufuhr oder virale Infektion. NAFLD setzt sich aus einem Krankheitsspektrum zusammen, das von der übermäßigen Speicherung von Fett in der Leber (NAFL) bis hin zu Fett und einer Entzündung (nicht alkoholische Steatohepatitis oder NASH), Leberfibrose, -zirrhose oder Leberkrankheiten im Endstadium mit Leberversagen reicht. NASH ist in Industrieländern die häufigste Ursache für Lebererkrankungen, was in erster Linie durch ein verstärktes Auftreten von Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes hervorgerufen wird. Ein Anteil der von NASH und Leberfibrose betroffenen Patienten wird Leberversagen, ein Leberzellkarzinos oder Leberkrebs erleiden. Es wird erwartet, dass NASH in einigen Jahren die Hauptursache für Lebertransplantationen ist, weshalb die frühe Identifikation von Hochrisikopatienten umso wichtiger ist. Weiterlesen

5 Tipps zum proaktiven Management von Risiken in Ihren klinischen Studien

Im Hinblick auf die permanent steigenden Kosten laufender klinischer Studien müssen Sponsoren sicherstellen, dass sie ihr Budget ordnungsgemäß einsetzen und die Bereiche mit dem höchsten Risiko angehen aber gleichzeitig die Patientensicherheit und Datenintegrität sicherstellen.

Wie können Sponsoren einen soliden Prozess implementieren, der eine frühere Identifizierung entstehender Risiken im Studienverlauf erlaubt? Dieser Artikel gibt fünf Tipps für die Definition von Risikoleveln, der Risikokategorisierung und der Wahrung des Überblicks, damit Risiken und Reaktionen während des Lebenszyklus der Studie angemessen identifiziert, dokumentiert, nachverfolgt und verwaltet werden. Weiterlesen

Eine kreative Lösung für den Biosimilar-Boom

In vielen klinischen Studien ist die Identifikation geeigneter Studienstandorte eine Herausforderung. Biosimilar Biosimilars – CovanceEntwicklung ist sehr herausfordernd, weil die Anzahl der Sponsoren, die günstigere Alternativen zu Biosimilars bieten und somit den erweiterten Zugriff auf die heutigen Blockbuster-Biologics vorbereiten, weiterhin wächst. Während diese umfassenden Forschungen den Patientenzugang zu bedeutenden Behandlungen deutlich verbessern werden, sorgen sie auch dafür, dass es zunehmend schwieriger wird, geeignete und erfahrene Standorte zu finden.

Ärzte sind oft weniger an der Unterstützung von Biosimilar-Studien interessiert. Sie bevorzugen, sich an klinischen Studien mit Neuheiten und Komponenten oder Studien von größeren akademischen Institutionen zu beteiligen. Für die bestehenden Entwicklungsprozesse von Biosimilars werden grundsätzlich nur wenige Ausbildungen und Schulungen benötigt. Um diese Hindernisse zu überwinden, hat Covance seine Strategie ausgebaut. Dies hilft Sponsoren dabei, geeignete Standorte sowie Wissenschaftler mit der Bereitschaft zur Bereitstellung verlässlicher klinischer Belege zu finden.    Weiterlesen

Immunonkologische Studien: Optimierung von Design, Anwerbung und Durchführung

Immuntherapien erleben einen massiven Aufschwung: bis jetzt gibt es über 1 DNA-Kette in LilaFortlaufende immuno-oncology (IO)-Studien entsprechend clinicaltrials.gov. Die Rekrutierung und Aufnahme von adäquaten Patienten für diese potenziell revolutionären Behandlungen stelle eine große Herausforderung dar. Diese wurden sachgemäß im Artikel der New York Times A Cancer Conundrum: Too Many Drug Trials, Too Few Patients dokumentiert. Ein weiteres Puzzleteil ist das Design klinischer Studien, das besonders bei Tests zu IO-Kombinationsbehandlungen umfangreich sein kann. Der Markt rund um IO-Studien ist zunehmend umkämpft, was diese Probleme verschärft. Als bedeutend werden verringerte Entwicklungszeiten sowie der Status als erster, genehmigter Wirkstoff innerhalb der Klasse oder für ein bestimmtes Symptom angesehen.

In diesem Blogartikel wird der aktuelle Stand von Immunonkologiestudien erörtert, Strategien für die Verbesserung der Patientenanwerbung beleuchtet und die Rolle von therapiebegleitenden Diagnosen und Lösungen beim Umgang mit der Komplexität von IO-Kombinationsstudien diskutiert. Weiterlesen

PK/PD-Modellierung und -Simulierung – Ein kurzer Überblick und die kommende Blog-Serie

In dem Jahr meines Universitätsabschlusses setzte sich ein alter Freund der Familie zur Ruhe. Er hat den Großteil seiner Karriere mit dem Design und der Entwicklung landwirtschaftlicher Gerätschaften in den USA verbracht. Als ich bei meinem Eintritt ins Arbeitsleben um Rat fragte, erzählte er mir eine Geschichte.

Drei Monate nach Rentenbeginn bat ihn ein Unternehmen in Kalifornien um Unterstützung bei mechanischen Problemen und der Frage, warum ein Zubehörteil nicht funktionierte. Er flog nach Kalifornien, verbrachte 5 Minuten vor Ort bei dem Unternehmen, zeichnete mit Kreide ein „X“ auf das Zubehör und flog wieder nach Hause. Am nächsten Tag rief das Unternehmen an und fragte, was sie tun sollen. Er verwies sie auf das „X“. So schlicht wie ein „X“ auch ist, es steht für jahrelange Erfahrung und Verständnis der Feinheiten der Maschine und dafür, was möglicherweise problematisch sein kann.

Die Moral seiner Geschichte war: „Es ist gut zu wissen, wo das X hingehört“. Weiterlesen

ELISPOT geht die schwierigen Fragen in Zusammenhang mit Impfungen und neuen Therapien an

Die beschleunigte Einführung neuer Impfstoffe und Immuntherapien in den Klinikbetrieb trieb das Aufkommen von Bereichen wie personalisierte Medizin, Immunprofilierung und Immunüberwachung auf zunehmend komplexen Testplattformen voran. Immunassays der ELISpot(Enzyme-Linked ImmunoSpot)-Familie sind die am häufigsten genutzten und funktionellen Assays für ein Einzelzellanalyse.1

ELISPOT-TabelleAuf Grundlage von Daten des Jahres 2017 von Trialtrove (Citeline.com) fanden wir heraus, dass ELISpot-Assays in über 160 offenen klinischen Studien genutzt wurden (Abbildung 1). Die wesentlichen Einflussfaktoren für die zunehmende klinische Nutzung sind:

  • Das zunehmende Auftreten von ansteckenden und chronischen Krankheiten mit zunehmendem Alter der Bevölkerung in Industrieländern
  • Eine umfassende Nutzung von Immunassays in der Onkologie, neue Impfstoffe und Immuntherapien
  • Technische Entwicklungen, wie Testautomatisierung und schnelle Analysen
  • Wachstum im Biotechnologiesektor

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Können wir die therapiebegleitende Diagnostik über die Onkologie hinaus erweitern?

Die Mehrheit der heute genehmigten therapiebegleitenden und ergänzenden Diagnostiken (CDx) unterstützen die personalisierte Medizin im Okologiebereich. Sie sind ein Zeugnis für das wachsende Wissen der Wissenschaftler über den genetischen Einfluss verschiedener Krebsarten. Dieses Verständnis erhöht unsere Fähigkeit, dieses biologische Wissen in eine Behandlung zu verwandeln, die die Krankheit auf Grundlage der genetischen Konstellation eines Tumors bekämpfen. Dies hat für viele Patienten zu deutlich verbesserten Ergebnissen geführt.

Können wir das biologische Wissen anderer Krankheitsphasen mit den entsprechenden technischen Prozessen nutzen und über die Onkologie hinaus in eine erfolgreiche CDx umwandeln? Da beinahe 50% aller Komponenten in der klinischen Entwicklung wegen fehlender Wirksamkeit wieder fallen gelassen werden, stellt CDx möglicherweise einen brauchbaren Ansatz zur Verbesserung dieser Statistik dar und erhöht die Wirksamkeit der Wirkstoffentwicklung. Vielversprechende klinische Bereiche, in denen CDx eine wichtige Rolle spielen kann, sind die Immunologie, seltene Krankheiten und neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer. Weiterlesen

Die Mechanismen des diabetischen Herzens entwirren

Diabetes wird oft von Herzinsuffizienz (HI) begleitet, und Herzinsuffizienz tritt bei bis zu 15% der diabetischer Kardiomyopathie und Typ-2-Diabetes (T2D) beobachtet werden. Der Zusammenhang zwischen Diabetes und dem Herzen ist jedoch komplex. Es ist bereits lange bekannt, dass Diabetes bei Erkrankungen der Herzkranzarterien ein bedeutender Risikofaktor ist, was zu Myokardischämie und Infarkten sowie daraus resultierendem Herzversagen führen kann. Aber die direkten Auswirkungen von Diabetes auf den Herzmuskel sind weniger eindeutig.

Die Existenz einer nicht ischämischen diabetischen Kardiomyopathie, einer Krankheit des Herzmuskels, die in direktem Zusammenhang mit Diabetes steht und unabhängig von Arteriosklerose ist, wird bereits lange diskutiert. Die aktuelle EMPAREG-OUTCOME-Studie, in der die Patientenzuweisung mit dem Natrium-Glukose Co-Transporter-2(SGLT-2)-Hemmstoff Empagliflozin mit einer Verringerung von Krankenhauseinweisungen wegen Herzversagen um 35%1 (aus ungeklärten Gründen) assoziiert wurde, hat die Diskussion neu entfacht.
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