Verständnis behördlicher und Marktzugangsüberlegungen mit Missbrauchspotential

Jede Bewertung von Missbrauchspotenzial ist so individuell wie die jeweiligen Moleküle. Behördliche und Marktzugangsüberlegungen bei MissbrauchspotenzialDeshalb sind eine frühzeitige Wahrnehmung, das Verständnis der Behördenlandschaft und die Fähigkeit, die Entwicklung und anschließende Vermarktung entsprechend zu planen, so wichtig.

In unserem letzten Blogeintrag konzentrierten wir uns auf den Wert einer frühzeitigen Prüfung auf Wirkstoffmissbrauchspotenziale. In diesem Blogeintrag werden wir uns mit wichtigen behördlichen und Marktzugangsüberlegungen im Hinblick auf Prüfungen zum Missbrauchspotenzial beschäftigen, mit denen Wirkstoffentwickler das Potenzial ihres Moleküls maximieren können.

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Wichtige frühe Überlegungen zur Beurteilung des Wirkstoffmissbrauchspotenzials

Covance-Blog: Wirkstoffmissbrauch

Die Beurteilung des Missbrauchspotenzials von Verbindungen bei der Entwicklung ist eine der komplexesten behördlichen Anforderungen und eine kritische Aufgabe für Auftraggeber und Aufsichtsbehörden. Die Strategie zur Beurteilung des Missbrauchsprotenzials ist nicht individuell anpassbar und erfordert eine individuelle Bewertung jeder Verbindung, seiner Zielindikation und der gesamten nichtklinischen und klinischen Sicherheitsdatenbank. Im Juli 2016 verabschiedete der amerikanische Kongress den Comprehensive Addiction and Recovery Act (CARA) zur Bekämpfung des Missbrauchs verschreibungspflichtiger Opiate und Überdosen, die von 1999 bis 2014 mehr als 165 Menschen töteten1.

Mit dieser wachsenden Fokussierung auf einer Verhinderung von Opiatmissbrauch und Drogentod in den USA und im Ausland ist es nun wichtiger denn je, das Missbrauchspotenzial eines Wirkstoffs so früh wie im Entwicklungsprozess möglich zu erkennen. Als Teil der generellen Beurteilung der Wirkstoffsicherheit für den Antrag auf Zulassung eines neuen Medikaments (NDA) in den Vereinigten Staaten oder den Antrag auf Marktzulassung (MAA) außerhalb der USA ist eine Prüfung zum Wirkstoffmissbrauchspotenzial für alle Wirkstoffe erforderlich, die im Gehirn aktiv werden – unabhängig von der Indikation. Das umfasst alle Eigenschaften des Wirkstoffs (z. B. chemische, pharmakologische, pharmakokinetische, die klinische Sicherheit usw.).

Im ersten Teil eines zweiteiligen Blogbeitrags erörtern wir wichtige frühe Überlegungen zur Prüfung auf ein Missbrauchspotenzial, die Wirkstoffentwicklern dabei helfen sollen, das Missbrauchspotenzial ihres Moleküls zu überprüfen und einen Weg zur Machbarkeit in dieser veränderlichen Landschaft zu finden.

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Lösen kulinarischer Herausforderungen mit individuell angepassten Studienlösungen

Ich bin Wissenschaftler und manchmal gleicht mein Arbeitsplatz eher einer Küche. Seit mehr als 30 Jahren führe ich individuelle Forschungsstudien für Unternehmen durch, die einen wissenschaftlichen Nachweis dahingehend brauchen, dass ihre Lebensmittel sicher sind. Dies führt oft eine minutiöse Nachbildung der Lebensmittelherstellungsprozesse Covance-Studie zur Keimtötung durch Hitze bei Lebensmittelsicherheitsprüfungenim Labor mit sich.

Die Bedeutung dieser Arbeit liegt auf der Hand. Die Wahrung der Lebensmittelsicherheit ist für Unternehmen ein entscheidender Faktor beim Schutz von Kunden und ihrer Markenreputation. Auch wenn in einzelnen Fällen werksinterne Studien nötig sind, bei denen Covance ebenfalls helfen kann, gibt es genug Gründe, solche Studien besser im Labor durchzuführen. Laborstudien minimieren Störungen während des Herstellungsbetriebs. Noch wichtiger ist aber, dass sie das versehentliche Eindringen von Pathogenen, schädigenden Organismen oder Surrogaten während des Testvorgangs verhindern. Und vor allem liefern sie wissenschaftlich gültige Ergebnisse. Weiterlesen

SEND ist da. Sind Sie bereit für datenbasierte Entscheidungsfindung?

SEND-Blog-Bild-0215Es gibt keinen Zweifel daran, dass Studien nur so stark wie die gefundenen Daten sind – und nichtklinische Studien produzieren davon eine Menge. Eine zweiwöchige Studie kann mit Leichtigkeit zu über 2 Millionen Ergebnissen führen und eine zweijährige Studie kann über 500 Millionen Datenpunkte enthalten. Zur besseren Verarbeitung und Interpretation großer Datenmengen hat die FDA SEND („Standard for Exchange of Nonclinical Data“, Standard zum Austausch nichtklinischer Daten) entwickelt.

Während man SEND leicht als eine weitere Hürde betrachten könnte, ist es eigentlich eine Chance, um neue Einsichten zu gewinnen und Daten effizienter zu verwalten. Der Datenaustausch in einem Standardformat kann den Wissenstransfer zwischen internen und externen Datenbanken erleichtern sowie einen gemeinsamen Rahmen für einen soliden Einreichungsprozess bieten. Zusammen mit neuen Hilfsmitteln zur Visualisierung und statistischen Analyse hat SEND die Kapazitäten, um den Entscheidungsprozess in der Wirkstoffentwicklung zu revolutionieren. Weiterlesen

Integrierte Lösungen: Die Vereinigung mehrerer Endpoints im Rahmen einer einzigen Studie ist vertrauenswürdiger

covance_knifeDer Spruch „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ wird oft zitiert, um zu Teamwork und Synergie anzuregen, trifft jedoch auch auf die Wirkstoffentwicklung zu. Studien, die Endpunkte einzeln beurteilen, sind wertvoll und können zu dem gewünschten Ziel führen. Häufig erweist sich eine Situation jedoch komplizierter als ursprünglich erwartet, und die Beurteilung mehrerer Endpunkte in einer kombinierten Studie offenbart eine umfassendere Übersicht.

Inspiriert von den 3R – Reduktion, Raffinieren und Rsatz von Tieren in Sicherheitsversuchen – formt die Möglichkeit der Integration mehrerer Endpunkte in einer Studie die neuen Best Practices in der frühen Wirkstoffentwicklung. Integrierte Lösungen können den Wert jeder Studie maximieren, indem sie ein besseres Verständnis ermöglichen, frühere Entscheidungspunkte offenbaren und größere Zuversicht in die klinischen Ergebnisse bieten.

Das Konzept scheint auf den ersten Blick unkompliziert. Es ist jedoch nicht einfach nur eine Kombination einzelner, andernfalls getrennter Studien. Für integrierte Lösungen ist eine einzigartige Mischung experimenteller Strategien erforderlich, die auf jedes einzelne Wirkstoffentwicklungsprogramm und relevante Endpunkte zugeschnitten sind. Weiterlesen

Die CiPA Debatte: Was Sie wissen sollten

ecg-printoutH1Diskussionen rund um Best Practices für Sicherheitspharmakologie gingen am Dezember 11, 2014 weiter, als sich global Regulierungsbehörden, Medikamentenentwickler und Wissenschaftler von Vertragsforschungsunternehmen in Silver Spriing, MD für einen Workshop trafen, um über verständliche in vitro Proarrhythmia Assay (CiPA) und die klinischen QT-Testinitiative zu diskutieren, die dazu dienen sollten, ein neues Paradigma in der kardialen Test- und Wirkstoffentwicklung zu erstellen.

Was führte also zu diesem Vorschlag für diesen Wechsel und wieso die Diskussion? Weiterlesen

Wie man proaktiv die Fallstricke in der Biologics-Entwicklung vermeidet

Bei der Entwicklung eines Biologics ergibt eine gute wissenschaftliche Arbeit nicht automatisch ein gutes Produkt. Die richtige Durchführung geeigneter Studien ist entscheidend, um das Potenzial eines Produkts voll auszuschöpfen. Das Wissen darum, welche Studien wann durchzuführen sind und wie die Daten im Zusammenhang mit der Produktentwicklung zu interpretieren sind, kann zwischen Erfolg und Misserfolg entscheiden.

AusterIm Bereich Biologics „ist der Prozess das Produkt“

Biologische Medikamente, einschließlich therapeutischen Proteinen, DNA-Impfstoffen, monoklonalen Antikörpern und Fusionsproteinen, sind große, komplexe Moleküle, die von physisch-chemischen Analysemethoden nicht umfänglich definiert werden können. Sie werden mit Hilfe von meist komplexen Prozessen aus genetisch veränderten lebenden Zellen hergestellt. Biologische Medikamente sind oft 200 bis 1 Mal so groß wie kleine molekulare Arzneimittel. Wegen der biologischen Natur der Ausgangsmaterialien verfügen die Herstellungsprozesse über eine inhärente Vielfalt und Heterogenität. Weiterlesen