Das Versprechen von Impfstoffen gegen C. difficile

In den letzten zehn Jahren hat sich die Infektion mit Clostridium difficile (C. difficile) rasch verbreitet. C. difficile, oft abgekürzt als C. diff, verbreitet sich meist in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens, und ältere Menschen sind besonders gefährdet. Der übermäßige Gebrauch von Antibiotika in unserer Gesellschaft hat normale Mikroben eliminiert, wodurch C. difficile sich durchsetzten konnte. Infizierte Patienten setzen dann bakterielle Sporen frei und verbreiten das Pathogen auf andere.

Impfstoffe sind eine vielversprechende Strategie, um dieses kritische Problem der Volksgesundheit anzugehen. Sie sind eine gut etablierte Form der Medizin, die eingesetzt werden könnte, um Krankheiten vorzubeugen, anstatt eine bestehende Infektion zu behandeln. Während auch Stuhltransplantationen erforscht werden, sind diese Behandlungen sehr neu, und die Kliniker kennen noch nicht die langfristigen Auswirkungen solcher Verfahren.

 

Einzigartige Punkte in der Impfstoffentwicklung

Eine der größten Herausforderungen bei der Entwicklung von Impfstoffen ist die Identifizierung der geeigneten Patientenpopulation. Wenn ein Wirkstoff als Behandlung vorgesehen ist, können Sponsoren Patienten mit einer bestimmten Krankheit oder Infektion aufnehmen und feststellen, ob die Medikation die Genesung fördert. Präventive Therapien wie Impfstoffe müssen aber an Patienten getestet werden, von denen man annimmt, dass sie ein hohes Risiko tragen, wie zum Beispiel ältere Menschen, und nicht an Menschen, die bereits infiziert sind. In solchen Studien ist der Nachweis der Wirksamkeit nicht so geradlinig.

Zudem mutieren Pathogene häufig. Genauso wie Pharmaunternehmen weiter regelmäßig einen neuen Grippeimpfstoff herstellen, um genetische Veränderungen anzugehen, müssen die Entwickler möglicherweise entsprechend auf die Veränderung von C. difficile reagieren. Zum Beispiel tauchte der epidemische C. difficile-Stamm BI/NAP1/027 in den frühen 2000ern auf; er scheint ein hohes Maß der Toxine A und B und ein neues Toxin namens Binärtoxin zu produzieren. Sponsoren müssen möglicherweise zusätzliche molekulare Tests durchführen, um Mutationen in den Bakterien zu identifizieren und den Bedarf an Impfstoffverfeinerungen kontinuierlich zu bewerten.

Die Prüfung auf C. difficile-Infektion erfordert auch ungewöhnliche Sorgfalt. Umfangreiche Validierungsarbeiten bei Covance haben gezeigt, dass sich das Toxin des Bakteriums bei Raumtemperatur schnell abbaut. In der Regel sammeln die Patienten Stuhlproben zu Hause und nicht in der Klinik, und die Probe muss bis zur Untersuchung im Labor ordnungsgemäß gelagert werden. Um belastbare Ergebnisse zu gewährleisten, müssen detaillierte Anweisungen gegeben werden, ebenso wie Behälter, die die Probe während Lagerung und Transport auf der richtigen Temperatur halten.

Und schließlich sind die behördlichen Richtlinien für die Impfstoffentwicklung äußerst streng. Jede Abweichung vom üblichen Protokoll muss überwacht und dokumentiert werden, auch wenn sie so gering ist wie die Verwendung eines anderen Gefrierschranks oder die Inkubation einer Probe für eine weitere Minute. Die Einbindung eines Expertenpartners, der mit diesen Anforderungen vertraut ist, kann sicherstellen, dass diese Aufzeichnungen effizient gemanagt werden.

Der Wert eines Impfstoffes

Die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs könnte verhindern helfen, dass C. difficile dem Patienten schadet, selbst wenn das Pathogen im Körper vorhanden ist. Wenn er zugelassen wird, könnte ein Impfstoff an Menschen verabreicht werden, die ein hohes Infektionsrisiko haben. Dazu gehören ältere Patienten, die operiert werden sollen, Bewohner von Pflegeheimen, Menschen, die häufig Antibiotika gegen chronische Erkrankungen einnehmen müssen, und Patienten, die schon einmal mit C. difficile infiziert waren.

Um eine erfolgreiche Impfstoffstudie durchführen zu können, ist die Zusammenarbeit mit einem Partner mit langjähriger Erfahrung in diesem Therapiebereich wesentlich. Covance hat mehr als 150 klinische Studien für Impfstoffe und Immuntherapien durchgeführt und bietet mehr als 3 Assays zur Unterstützung der Impfstoffentwicklung an. Mikrobiologie-Labors in Indianapolis, Genf, Shanghai und Singapur können C. difficile-Tests wie toxigene Kulturen, Suszeptibilitätstests, Toxinnachweis und den Cepheid GeneXpert®-Assay zum Nachweis des BI/NAP1/027-Stamms durchführen. Umfassende Validierungsarbeiten haben es unseren Experten ermöglicht, robuste Prozesse zu entwickeln, die konsistente und zuverlässige Ergebnisse gewährleisten.

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